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ver.di nimmt Tarifverhandlungen mit HAMEG auf

Ver- und Entsorgung

ver.di nimmt Tarifverhandlungen mit HAMEG auf

ver.di will den tariflosen Zustand bei der kreiseigenen Hausmülleinsammlungsgesellschaft (HAMEG) beenden. Der Verhandlungsauftakt für die erste Tarifrunde bei der HAMEG ist am 8. Juni 2017. Seit vielen Jahren gilt in der Abfallwirtschaft im Kreis Pinneberg kein Tarifvertrag mehr, während anderswo der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst zum Tragen kommt. Durch die Tariflosigkeit haben die Reallöhne der Beschäftigten einen dauerhaften und bedrohlichen Abwärtstrend eingeschlagen, der nun beendet werden soll.

Dazu erklärt ver.di-Gewerkschaftssekretär Andreas Riedl: „Bislang war eine solche Tarifierung der Arbeitsverhältnisse nicht möglich, da die Beschäftigten überwiegend nicht gewerkschaftlich organisiert waren. Aber ohne gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte kann man keine Tarifverträge verhandeln. Genau das hat sich in den letzten Monaten geändert. Wir sind durch die Beschäftigten in die Lage versetzt worden, aus ihren Reihen eine Tarifkommission zu wählen, die nach den Vorgaben der Mitglieder Tarifvertragsentwürfe erstellte. Diese sind der Arbeitgeberseite als Forderung übermittelt worden. Die Bruttoeinkommen der Beschäftigten liegen derzeit in der Regel sowohl unter als auch knapp über 2000€ brutto monatlich. Das ist ein für diese Art der harten Arbeit viel zu geringes Einkommen, das Altersarmut garantiert und zwar selbst dann, wenn ein Arbeitnehmer 45 Jahre in Vollzeit gearbeitet hat.“

Die HAMEG ist mit der Einsammlung des Hausmülls im Kreis Pinneberg beauftragt. Während der Tarifverhandlung gilt keine Friedenspflicht, so dass Streiks rechtlich zulässig sind. Auch wenn die Verhandlungen schwierig werden können, strebt ver.di zuerst den mühseligen Weg der Einigung im Verhandlungswege an. Arbeitsniederlegungen sind das letzte Mittel, das erst dann ergriffen wird, wenn die Arbeitgeberseite blockieren sollte.

 

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