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Wir können nicht mehr abwarten

Kliniken Schleswig-Holstein

Wir können nicht mehr abwarten

Dramatischer Personalmangel in Schleswigs-Holsteins Kliniken gefährdet Patienten und Beschäftigte

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kritisiert seit Jahren den dramatischen Personalmangel in der Pflege in den Klinken Schleswig-Holsteins. Die vom Sozialministerium bestätigte 10% ige Unterdeckung der Personalmindestbesetzung bestätigt unsere Kritik und macht den eklatanten Mangel sichtbar.

„Die Unterdeckung bezieht sich auf Personaluntergrenzen in der Pflege, also das, was mindestens vorgehalten werden muss, um gute Pflege zu gewährleisten. Wir brauchen aber mehr. Wir brauchen eine gesetzliche Personalbemessung, die sich nicht an Untergrenzen orientiert und für alle Bereiche gilt. Wir brauchen endlich Konsequenzen wie Bettensperren oder Stationschlies-sungen - Maßnahmen die sofort helfen und die Beschäftigten entlasten. Außerdem muss die Attraktivität des Pflegeberufes gestärkt werden: Stabile Arbeitszeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und bessere Vergütungen sind hier Stichworte“, fordert Steffen Kühhirt von ver.di Nord.

ver.di fordert seit Jahren eine Personalbemessung per Gesetz in der Alten- und Krankenpflege. Zuletzt hatte ver.di in 14 Krankenhäusern in der Bundesrepublik Tarifverträge für Entlas-tung und mehr Personal durchgesetzt. In Schleswig-Holstein hat ver.di das UKSH zu Verhandlungen zu einem Tarifvertrag Entlastung aufgefordert.

„Wir können nicht mehr abwarten, deshalb wollen wir jetzt Entlastungsregelungen und ein Konsequenzenmanagement per Tarifvertrag am UKSH durchsetzen. „Wenn es sein muss, auch mit Arbeitskampf“, sagt Kühhirt weiter.