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Historisch! Das ist ein riesen Erfolg!

DHL Delivery

Historisch! Das ist ein riesen Erfolg!

Schutzverträge verlängert und Deliverys kommen zurück!

Die Tarifverhandlungen von ver.di und Deutscher Post AG zu den Schutzverträgen und einer Überleitung der Beschäftigten der DHL Delivery Regionalgesellschaften konnten in der 5. Verhandlungsrunde vom 21. /22. März erfolgreich beendet werden.

Die Konzerntarifkommission hat dem Ergebnis am 26. März zugestimmt. Die Schutzverträge sind verlängert. Die Beschäftigten der DHL Delivery GmbHs kommen zum 1. Juli 2019 in die Deutsche Post AG.

Damit ist der Irrweg zweier Gesellschaften beendet und es gibt wieder eine Belegschaft bei der Deutschen Post AG!

  • Schutzverträge
    Der Ausschluss der Fremdvergabe von Zustellbezirken in der Brief- und Verbundzustellung und die Regelung zum Erhalt des Fahrdienstes werden über den 31. März 2019 hinaus um 21 Monate bis 31. Dezember 2020 verlängert.

    Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und der Ausschluss betriebsbedingter Änderungskündigungen werden über den 31. Dezember 2019 hinaus um 36 Monate bis 31. Dezember 2022 verlängert.

  • Überleitungsregelungen
    Zum Stichtag des 1. Juli 2019 werden alle Beschäftigten der DHL Delivery Regionalgesellschaften in die Haustarifverträge der Deutschen Post AG übergeleitet. Da sich die Tarifentgelte in den Flächentarifverträgen strukturell unterscheiden und teilweise über oder unter den Entgelten bei der Deutschen Post AG liegen, gibt es spezielle Überleitungsregelungen.

    Die Mehrzahl der Beschäftigten hat zum 1. Juli 2019 unmittelbar ein Plus im Entgelt. Das Plus liegt je nach Tarifgebiet zwischen 47 Euro und 316 Euro im Monat. Die Beschäftigten aus den Tarifgebieten Bayern, Südbaden und Baden-Württemberg (Württemberg, Nordbaden) erhalten eine persönliche Ausgleichszulage. Diese stellt sicher, dass kein Beschäftigter weniger Tarifentgelt als bisher hat. Die persönliche Ausgleichszulage wird nicht gegen künftige Tariferhöhungen gerechnet. Damit profitieren alle Beschäftigten der Deutschen Post AG von der am 1. Oktober 2019 anstehenden Entgelterhöhung von 2,1 Prozent.

    Mit der Überführung der Beschäftigten der DHL Delivery GmbHs in die Deutsche Post AG zum 1. Juli 2019 ist der vom Arbeitgeber seit Januar 2018 angestrebte gemeinsame Betrieb vom Tisch. Denn es gibt dann keine zwei Betriebe mehr – sondern eine Deutsche Post AG mit nur einem Tarifvertrag.

  • Änderungen des Entgelttarifvertrages der DPAG
    Für alle übergeleiteten Beschäftigten und ab dem 1. Juli 2019 neu geschlossenen Arbeitsverhältnisse wird der Durchlauf durch die Gruppenstufen der Entgeltgruppen 1 bis 9 von derzeit 24 Monaten auf künftig 36 bis 48 Monate verlängert.

    Auszubildenden, die nach Beendigung ihres Ausbildungsverhältnisses ein Arbeitsverhältnis bei der Deutschen Post AG begründen, wird die Ausbildungszeit als Tätigkeitsjahre bei der Eingruppierung anerkannt.

    Der Anspruch auf das 13. Monatsentgelt (Weihnachtgeld) beginnt erst nach 12 Monaten ununterbrochener Beschäftigungszeit. Ab dann entsteht pro Monat der Anspruch auf 1/12, so dass es das volle Weihnachtsgeld nach 24 Monaten gibt.

    In festgelegten Regionen können zur Gewinnung von Personal ab dem 1. Juli 2019 neu eingestellte Zustellkräfte in die Gruppenstufe 1 oder 2 eingestellt werden.

  • Historie – das ist ein riesen Erfolg!
    Die Gründung der Regionalgesellschaften für die Paketzustellung hatte im Jahr 2015 zu dem schwersten Tarifkonflikt in der Geschichte von ver.di wie auch der Deutschen Post AG geführt. Die DHL Delivery GmbHs konnten damals nicht verhindert werden. Aber ver.di ist es gelungen, viele neue Mitglieder in den Gesellschaften zu gewinnen und in den Flächentarifverträgen für Entgeltverbesserungen anzutreten.

    Ab Januar 2018 wollte die Deutsche Post AG einen gemeinsamen Betrieb aus Deutscher Post AG und Regionalgesellschaften bilden. Dies hätte die Existenz zweier Belegschaften mit unterschiedlichen Tarifverträgen zementiert.

    ver.di war, ist und bleibt der festen Überzeugung, dass die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten am besten gestaltet werden können, wenn es einen Tarifvertrag, eine geschlossene Belegschaft unter dem Dach der Deutschen Post AG gibt – und dass so auch die beste Infrastrukturdienstleistung erbracht werden kann. Keinem vorhandenen Beschäftigten bei der Deutschen Post AG wird in die Tasche gegriffen. ver.di war zu moderaten Veränderungen im Tarifvertrag für neu eingestellte Beschäftigte bereit. Das Tarifentgelt der Beschäftigten der Regionalgesellschaften ist gesichert und sie haben eine deutlich bessere Perspektive. Es gilt: Ein Betrieb – ein Tarifvertrag.

Das ist ein riesen Erfolg für die Beschäftigten und die Zukunft der Deutschen Post AG!